Let's talk Synaesthesia: Maike Preißing x Julia Keinath
Wie sieht ein Klang aus? Und was passiert, wenn sich Farben nicht auf der Palette, sondern erst im Auge der Betrachtenden mischen? Diesen Fragen geht die Psychologin, Synästhesie-Künstlerin und Neurodiversitäts-Coach Maike Preißing in ihrem Podcast Let's talk Synaesthesia nach. In ihrem Podcast spricht Maike, die heute in Oxford lebt, mit Menschen aus aller Welt über Synästhesie – die außergewöhnliche Fähigkeit, Sinneseindrücke wie Farben, Klänge oder Formen miteinander zu verknüpfen.
Paul Signac: The Port at sunset, Opus 236 (Saint-Tropez), 1892, Oil on Canvas, 65 x 81 cm, Hasso Plattner Collection
In der aktuellen Folge ist Julia Keinath zu Gast, Kunsthistorikerin und kuratorische Assistenz am Museum Barberini. Sie spricht über die aktuelle Ausstellung Symphonie der Farben. Paul Signac und der Neoimpressionismus und darüber, wie der Paul Signac gemeinsam mit Georges Seurat Mitte der 1880er-Jahre eine neue Maltechnik entwickelte: reine, ungemischte Farbtupfer, die sich nicht auf der Palette, sondern erst im Auge der Betrachtenden zu einem Bild zusammensetzen. Eine Technik, die eng an die Erkenntnisse der Optik und Wahrnehmungsphysiologie ihrer Zeit anknüpft – und damit auch an die Fragen, die Maike Preißings Podcast über Synästhesie und Wahrnehmung sonst stellt.
Überall zu hören, wo es Podcasts gibt.
Wer das Thema live erleben möchte: Beim Barberini Get-together am 8. Oktober treffen Julia Keinath und Maike Preißing erneut aufeinander – mit einem Young Curators Talk und im Anschluss dem Vortrag Vernetzte Sinne – Wie Synästhesie den Blick auf Kunst und die Welt beeinflusst.
Der Abend richtet sich exklusiv an Studierende und Auszubildende aus Berlin und Potsdam, bei freiem Eintritt.