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Rembrandts Orient
Westöstliche Begegnung in der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts

ab 13. März 2021

Die Ausstellung Rembrandts Orient untersucht anhand von 120 Arbeiten, darunter Schlüsselwerken von Rembrandt, Ferdinand Bol, Jan van der Heyden, Willem Kalf, Pieter Lastman und Jan Lievens, wie die Maler des niederländischen Goldenen Zeitalters auf Einflüsse des Nahen, Mittleren und Fernen Ostens reagierten.

Turban und Teppich, Säbel und Seidenrock – immer wieder haben Rembrandt und seine Zeitgenossen Gegenstände aus fernen Ländern gemalt. Ihre Kunstwerke sind Zeugnisse der ersten Globalisierung und zeigen den Einfluss fremder Kulturen auf die Niederlande des 17. Jahrhunderts. Wissensdurst, Sammellust und Besitzerstolz haben diese kunstgeschichtlich bedeutende Epoche geprägt und die Maler zu neuartigen Historienszenen, Portraits und Stillleben inspiriert. Die west-östliche Begegnung fand nicht auf Augenhöhe statt, zu einem auf Gleichwertigkeit beruhenden Austausch kam es nicht. Das Fremde war ein reizvoller Kontrast zum Eigenen, aber es erregte kaum tiefergehende Anteilnahme. Das war bei Rembrandt nicht anders als bei seinen Zeitgenossen, und an dieser Einstellung hat sich – und zu dieser Reflexion lädt die Ausstellung ein – bis heute in weiten Teilen der westlichen Welt nichts geändert. So bietet die Schau die Möglichkeit, diesen bis heute andauernden Eurozentrismus zu hinterfragen. 

#RembrandtBarberini
 Rembrandt Harmensz van Rijn und Werkstatt:  Mann in orientalischem Kostüm,  um 1635, National Gallery of Art, Washington, Andrew W. Mellon Collection

Rembrandt Harmensz van Rijn und Werkstatt: Mann in orientalischem Kostüm, um 1635, National Gallery of Art, Washington, Andrew W. Mellon Collection