Marie Laurencin: Zwei Schwestern mit Cello, 1913/14, Musée Marie Laurencin, Tokio Tokyo
24. Symposium. Marie Laurencin. Rollenspiel
Mi, 3. Juni, 10 Uhr
Paris in den 1920er-Jahren war geprägt von Aufbruch und künstlerischer Freiheit. In diesem Umfeld entwickelte sich Marie Laurencin (1883–1956) zu einer der erfolgreichsten Künstlerinnen der französischen Avantgarde. Ausgehend vom Kreis der Kubisten und im engen Austausch mit Guillaume Apollinaire, Gertrude Stein und Pablo Picasso fand sie zu einer abstrahierenden Figuration in Pastellfarben. Ihr Werk, das sich nahezu ausschließlich auf die Darstellung von Frauen konzentriert, thematisiert Weiblichkeit und Identität als bewusst inszenierte und wandelbare Rollen. Laurencin arbeitete nicht nur als Malerin. Für die Ballett Russes entwarf sie Bühnenbilder und Kostüme. Ihre Bilder inspirierten führende Modeschöpferinnen. Sie stellte zusammen mit Designern aus und entwarf mit ihnen Raumgestaltungen. Zudem schrieb sie Gedichte und illustrierte Bücher.
Das Symposium bereitet die Ausstellung vor, die vom 24. Juli bis zum 24. Oktober 2027 im Museum Barberini gezeigt wird. Die Ausstellung präsentiert eine Künstlerin, deren zentrale Rolle in der Moderne lange unterschätzt wurde. Mit zahlreichen Leihgaben des Musée Marie Laurencin in Tokio, die zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sind.
Tagungsprogramm (PDF, 563.17KB)
ab 09:30
Einlass für Symposiumsgäste in das Museum
10:00
Begrüßung
Ortrud Westheider,Museum Barberini, Potsdam
10:15
Eine Künstlerin in vielen Kreisen. Die Wiederentdeckung von Marie Laurencin
Camille Morineau, Centre Pompidou, Paris
Vortrag in englischer Sprache
11:15
Der Preis der „Weiblichkeit“. Laurencin, Strategie und Selbstinszenierung auf dem internationalen Kunstmarkt
Giovanni Casini, Università di Torino
Vortrag in englischer Sprache
12:15 – Mittagspause
14:00
In Rosa und Blau. Laurencin und die Literatur von Apollinaire bis Colette
Emilie Bouvard, Fondation Giacometti, Paris
Vortrag in englischer Sprache
15:00
Auf der Bühne. Laurencins Gestaltungen für das Ballett
Jane Pritchard, Victoria & Albert Museum, London
Vortrag in englischer Sprache
16:00 – Kaffeepause
16:30
En vogue. Laurencin zwischen Malerei, Mode und Medien
Anna Heling, Museum Barberini, Potsdam
17:30
Ein Atelier für sich allein. Laurencin und das Interieur
Sterre Barentsen, Museum Barberini, Potsdam
18:30
Empfang
Termine und Tickets
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Karten sind auch an der Museumskasse erhältlich.
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Mi, 3. Juni, 10 Uhr