David von Becker
Malerinnen der Avantgarde
Mi, 22. Apr, 19 Uhr
Zeit für neue Perspektiven: Der Abend widmet sich den weiblichen Positionen der Ausstellung Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland. Im Fokus stehen die Frauen, die die Entwicklung der modernen Kunst in Deutschland entscheidend mitprägten – und nur einen Bruchteil der Sichtbarkeit ihrer männlichen Mitstreiter erhalten.
Maria Slavona, Emilie von Hallavanya, Dora Hitz, Sabine Lepsius und Charlotte Berend-Corinth behaupteten sich bereits im konservativen Kaiserreich künstlerisch. Ihre Werke, Netzwerke und Lebenswege erzählen von künstlerischer Eigenständigkeit, strategischen Allianzen und strukturellen Hürden, aber auch von systematischer Verdrängung weiblicher Beiträge aus dem Blick der Öffentlichkeit. Dabei stehen sie stellvertretend für unzählige Frauen aus verschiedenen Disziplinen, deren Errungenschaften unsichtbar gemacht und deren Namen vergessen wurden.
Moderiert wird der Abend von Julia Voss, die sich als Autorin, Kuratorin, Wissenschaftshistorikerin und Journalistin der Sichtbarkeit vergessener Künstlerinnen der Moderne verschreibt und einen entscheidenden Anteil an der Wiederentdeckung der schwedischen Künstlerin Hilma af Klint hat.
Im Lauf des Abends beleuchten Expert:innen in kurzen Impulsvorträgen zentrale Aspekte zum Thema: Von Netzwerken und Rollenbildern der Künstlerinnen über die Rezeption ihrer Werke auf dem Kunstmarkt bis hin zu Mechanismen struktureller Unsichtbarmachung. Im Anschluss diskutieren die Beteiligten die Frage, warum Frauen im Kunstkanon oft fehlen und wie der Kunstbetrieb weiblichen Positionen zu gleichberechtigter Sichtbarkeit verhelfen kann.
Mittwoch, 22. April, 19 Uhr
Ort: Auditorium
Termine und Tickets
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Mi, 22. Apr, 19 Uhr