Félix Vallotton. Sehnsucht und Verführung

20. November 2027 – 20. Februar 2028

Als Mitglied der Nabis stand Vallotton ab 1892 im engen Austausch mit Pierre Bonnard, Édouard Vuillard und Maurice Denis. Als einziger Ausländer innerhalb der Künstlergruppe und aufgrund seiner reservierten und eigenwilligen Persönlichkeit erhielt er den Beinamen Le Nabi étranger. Innerhalb der Gruppe nahm er eine besondere Stellung ein und entwickelte eine unverwechselbare visuelle Sprache. Den dekorativen Symbolismus der Gruppe verband er mit psychologischer Intensität, klaren, reduzierten Formen, dramatischer Farbwirkung und einem oft ironischen Blick auf das Bürgertum. In seinem Spätwerk lassen sich zudem Anklänge an die bewusst naive Figurenauffassung Henri Rousseaus erkennen, während manche Stillleben und Landschaften eine Nähe zur Neuen Sachlichkeit aufweisen. Neben der Malerei erneuerte Vallotton mit seinen radikal vereinfachten Holzschnitten die Druckgraphik grundlegend und schuf einige der eindrucksvollsten Bildzyklen des Fin de Siècle. Darüber hinaus illustrierte er Bücher und Zeitschriften und verfasste Theaterstücke und Romane. Ausgehend vom Wechselspiel zwischen Druckgraphik und Malerei untersucht die Ausstellung die Entwicklung von Vallottons Bildsprache.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit dem Museum Ordrupgaard in Charlottenlund, wo die Schau vom 10. März bis 25. Juni 2028 zu sehen ist.