Jann Höfer
Verlorene Kunstgeschichte. Jüdische Sammlerinnen und Sammler in Deutschland
Do, 19. Nov, 19 Uhr
An der Durchsetzung der modernen Kunst vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik hatten jüdische Sammlerinnen und Sammler entscheidenden Anteil. Sie gehörten zu den ersten, die in den 1880er Jahren impressionistische Gemälde sammelten und später Expressionismus und Neue Sachlichkeit förderten. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 wurden sie verfolgt und ermordet oder vertrieben, ihre Sammlungen beschlagnahmt und zerstreut. Einer dieser Sammler war Jakob Goldschmidt, dem die Ausstellung Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk ein Kapitel widmet.
Der Kunsthistoriker Stefan Koldehoff beschäftigt sich seit vielen Jahren mit jüdischen Sammlerinnen und Sammlern. Im Gespräch mit Michael Philipp diskutiert er ihren wesentlichen Beitrag für die Kunst der Moderne in Deutschland.
Stefan Koldehoff arbeitet seit 2001 als Kulturredakteur beim Deutschlandfunk, seit 2023 als Chefreporter Kultur. Er veröffentlichte Bücher über Vincent van Gogh, Kunstfälschungen und Kunstdiebstähle und zur NS-Raubkunst. Er ist Kurator einer Ausstellung über jüdische Sammlerinnen und Sammler, die derzeit im Bucerius Kunst Forum in Hamburg zu sehen ist.
Michael Philipp ist Chefkurator des Museums Barberini.
Verlorene Kunstgeschichte. Jüdische Sammlerinnen und Sammler in Deutschland
Stefan Koldehoff im Gespräch mit Michael Philipp
Donnerstag, 19. November, 19 Uhr, Museum Barberini
Tickets: €14/10 (inkl. Besuch der Ausstellung an diesem Tag ab 17:30 Uhr)
Termine und Tickets
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Do, 19. Nov, 19 Uhr