Félix Vallotton: Madame Vallotton im Morgenrock,1902,Staatgalerie Stuttgart, erworben mit Lotto-Mitteln 1967, Photo: Staatsgalerie Stuttgart – ARTOTHEK
25. Symposium. Félix Vallotton. Sehnsucht und Verführung
Mi, 18. Nov, 10 Uhr
Paris um 1900 war das Zentrum der europäischen Avantgarde. Mit nur sechszehn Jahren kam Félix Vallotton (1865–1925) aus Lausanne in die französische Hauptstadt, wo er sich zu einer der eigenständigsten Stimmen der Moderne entwickelte. Als Mitglied der Nabis stand Vallotton ab 1892 im engen Austausch mit Pierre Bonnard, Édouard Vuillard und Maurice Denis. Als einziger Ausländer innerhalb der Künstlergruppe und aufgrund seiner reservierten und eigenwilligen Persönlichkeit erhielt er den Beinamen Le Nabi étranger. Innerhalb der Gruppe nahm er eine besondere Stellung ein und entwickelte eine unverwechselbare visuelle Sprache. Den dekorativen Symbolismus der Gruppe verband er mit psychologischer Intensität, klaren, reduzierten Formen, dramatischer Farbwirkung und einem oft ironischen Blick auf das Bürgertum. In seinem Spätwerk lassen sich zudem Anklänge an die bewusst naive Figurenauffassung Henri Rousseaus erkennen, während manche Stillleben und Landschaften eine Nähe zur Neuen Sachlichkeit aufweisen. Neben der Malerei erneuerte Vallotton mit seinen radikal vereinfachten Holzschnitten die Druckgraphik grundlegend und schuf einige der eindrucksvollsten Bildzyklen des Fin de Siècle. Darüber hinaus illustrierte er Bücher und Zeitschriften und verfasste Theaterstücke und Romane. Ausgehend vom Wechselspiel zwischen Druckgraphik und Malerei untersucht die Ausstellung die Entwicklung von Vallottons Bildsprache.
Das Symposium bereitet die Ausstellung Félix Vallotton. Sehnsucht und Verführung vor, die vom 20. November 2027 bis 20. Februar 2028 im Museum Barberini in Potsdam und vom 10. März bis 25. Juni 2028 in Museum Ordrupgaard in Charlottenlund gezeigt wird.
Tagungsprogramm (PDF, 654.69KB)
ab 09:30
Einlass für Symposiumsgäste in das Museum
10:00
Begrüßung
Ortrud Westheider, Museum Barberini, Potsdam
Gertrud Oelsner, Museum Ordrupgaard, Charlottenlund
10:15
Freundschaft im Kreis der Nabis.Félix Vallotton und Édouard Vuillard
Rudolf Koella, Zürich
11:15
Naivität als Moderne. Félix Vallotton im Dialog mit Henri Rousseau
Claire Bernardi, Musée de l’Orangerie, Paris
Vortrag in englischer Sprache
12:15 – Mittagspause
14:00
Begehren und Distanz. Frauenbilder bei Félix Vallotton
Elisabeth Bronfen, Universität Zürich
15:00
Aus Paris nach Kopenhagen. Félix Vallotton und die dänische Avantgarde
Dorthe Vangsgaard Nielsen, Museum Ordrupgaard, Charlottenlund
Vortrag in englischer Sprache
16:00 – Kaffeepause
16:30
Vom Schwarz des Holzschnitts zur Dramaturgie der Farbe. Vallotton zwischen Druckgraphik und Malerei
Valentina Plotnikova, Museum Barberini, Potsdam
17:30
Die Natur als Metapher. Aspekte der Landschaftsmalerei von Félix Vallotton
Christoph Vögele, Solothurn
18:30
Empfang
Termine und Tickets
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Karten sind auch an der Museumskasse erhältlich.
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Mi, 18. Nov, 10 UhrEnglish — Englisch